SE – Somatic Experiencing ist der von Peter Levine geprägte Begriff für die Arbeit mit dem Autonomen Nervensystem (ANS).
Viele Menschen erleben heutzutage Stress.
Wenn es sich dabei um kurzfristige, vorübergehende Erscheinungen handelt, und es dem betreffenden Menschen möglich ist,
sich wieder auf einem entspannten Level einzupendeln, kann dies eine positive Wirkung aufs System haben.
Ist das ANS durch vorgeburtliche, frühkindliche oder auch später erlebte Schock- und Traumaerlebnisse geprägt, hat es meist
keine grosse Resilienz. Der betreffende Mensch ist „schnell auf hundert“ oder noch darüber - oder reagiert kaum, was sich
dann wie nicht ganz präsent oder gefroren anfühlen kann. Das ANS kann sich nicht mehr frei aus der Entspannung in die Aktivierung
und wieder zurückbewegen, es steckt in festgefahrenen Mustern.
Es gibt dann die Tendenz entweder in einen Hyper- oder Hypozustand zu geraten. Im Hyper- oder überaktivierten Zustand gibt es körperliche
Reaktionen wie Allergien, Entzündungen, Nervenzusammenbrüche. Diese Menschen neigen zum work aholic - Arbeitsstil.
Im Hypozustand bewegt sich das System in Richtung chronique fatigue. Oft ist auch eine Mischung von beiden Zuständen da. In beiden Fälle
ist das Immunsystem geschwächt, was auf die Dauer zu ernsthaften Krankheiten führen können. Mindestens 80% aller Zustände, derentwegen
Menschen den Arzt aufsuchen, sind Ereignisse des Autonomen Nervensystems.
Die SE-spezifische Arbeit bezieht sich auf das Reptilienhirn des Menschen, der Region in unserem Gehirn, die zuständig ist für autonome
Reaktionen. Wir lernen wieder die Empfindungssprache des Körpers zu sprechen. In Verbindung mit dem Limbischen System und dem Neokortex
entsteht ein neuer bewussterer Umgang mit uns selbst und unseren zur Verfügung stehenden Kräften.
Wir arbeiten im Sitzen oder auch im Liegen. Im Liegen ist es integrierter Bestandteil der Craniosacraltherapie.

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